Wissenswertes über Kunst

In unserem Blog werden wir nach und nach Erläuterungen zu den wichtigsten Techniken, und Fachbegriffen aus der Welt der Kunst geben. Die in den Texten enthaltenen Links führen mit ausgiebigen Informationen zu Wikepedia, der Online- Enzyklopädie.

 

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23

Mai

2014

Kunstlexikon - Bild & Raum

Was ist Surrealismus, Popart, Fotorealismus und Dadaismus ?

Wer sich nicht permanent mit Kunst beschäftigt hat sich sicher schon einmal gefragt, was man unter dem Begriff Surrealismus, versteht.

Hier wollen wir einige Begriffe kurz erklären:

Abstrakte Kunst der Kunstagentur Bild & Raum
Code der Stille

ABSTRAKTE KUNST

 

Definition: Unter abstrakter Kunst versteht man eine Stilrichtung der modernen Kunst. In abstrakten Gemälden findet man keine Darstellung der gegenständlichen und realen Wirklichkeit. Die Bilder sollen allein durch Farben, Material und Formen wirken. Als Begründer der abstrakten Malerei gelten der der russische Maler Wassily Kandinsky ( geboren 1866 ) und der Tcheche F.Kupka ( geboren 1871 ).

 

Ein weiterer Vorreiter ist der bekannte Künstler Henri Matisse, der in den Jahren 1903 bis 1905 seine Bilder u.a. im Pariser Herbstsalon als neuen Trend in der Kunstszene, präsentierte. Durch ihn wurde aber auch der Begriff Fauvismus geprägt allerdings war dies nur für kurze Zeit in aller Munde und wurde bereits 1909 vom Kubismus abgelöst.

Surrealistische Kunst von Bild und Raum
Surreales Ölgemälde

SURREALISMUS

 

Definition: Seit Anfang des 20. Jahrhunderts eine moderne Richtung in der bildenden Kunst aber auch in der Literatur und gründete sich in der Nachfolge des Dadaismus Anfang der 1920er Jahre in Paris. In surrealistischen Kunstwerken überwiegt das Übernatürliche und Traumhaftes verschmilzt mit der Wirklichkeit.

 

Man kann den Surrealismus in zwei Unterarten unterteilen:

Veristischer oder auch kritisch-paranoischer Surrealismus. (Vereinigung nicht zusammengehöriger Dinge, verdrehte   Perspektiven, wie man sie z. B. von Salvador Dalí kennt), genannt Enttextualisierung

Abstrakter oder absoluter Surrealismus. (dasselbe Prinzip wie oben genannt nur ohne jeglichen Realismus, wie z. B. in Bildern von Joan Miró)

Popart von der Kunstagentur Bild und Raum
Popartgemälde The Kiss

POPART

Definition:   Pop Art – die Bezeichnung wird dem englischen Kunstkritiker Lawrence Alloway zugeschrieben. Sie wird häufig als Reaktion auf die betont intellektuelle abstrakte Kunst charakterisiert, und wendet sich dem Trivialen zu. Der Popkünstler fordert die absolute Realität, das heißt, dass alle Elemente rein, klar definierbare Gegenstands-Elemente sein müssen. Die Formen werden bei einigen Künstlern wie in Comic-Heften mit schwarzen Linien umrandet (Outlines). Oft sind die dargestellten Gegenstände wie in einem Plakat ohne Tiefe, also flächig gestaltet. Die Farben sind immer klar, es werden meistens nur die unbunten und Primärfarben angewendet. Banale Gegenstände des Alltags werden isoliert und entweder allein oder in Collagen verfremdet und verarbeitet. Pop Art ist eine Verknüpfung von Realität und Kunst, die mit eigenen abstrakten Mitteln arbeitet.

Die Motive sind häufig der Alltagskultur, der Welt des Konsums, den Massenmedien und der Werbung entnommen, während die Darstellung in fotorealistischer und meist überdimensionierter Abbildung erfolgt.

FOTOREALISMUS

Fotorealismus ist ein nach der Pop Art vor allem in den USA entwickelter Stil extrem naturalistischer Malerei. Er entstand in den späten 1960er und frühen 70er Jahren. Als erster öffentlicher Auftritt kann die Documenta 1972 in Kassel angesehen werden. Die Bilder und Plastiken des „US-Amerikanischen Fotorealismus“ brachen langjährige Tabus, die vor allem in Deutschland gegenüber einem abbildenden Realismus existierten und in Abgrenzung gegen die Kunst in der Zeit des Nationalsozialismus und gegen den Sozialistischen Realismus entstanden waren.

Als Vorlage benutzen die Fotorealisten meistens ein Diapositiv oder mehrere mit alltäglichen Motiven aus ihrem Umfeld. Ihr Verhältnis gegenüber dem Inhalt ihrer Bilder sollte neutral und möglichst objektiv sein. Sie bevorzugen Motive mit detailreichen, spezifischen, oft spiegelnden Oberflächen.

Vertreter des Fotorealismus sind unter anderem Robert Bechtle, Roberto Bernardi, Robert Cottingham, in Deutschland Jan Peter Tripp, Gerhard Richter, Matthias Holländer, Fritz Köthe, in Frankreich Jean-Olivier Hucleux.

 

DADAISMUS

Dada oder Dadaismus war eine künstlerische und literarische Bewegung und zeichnete sich durch Ablehnung „konventioneller“ Kunst bzw. Kunstformen und bürgerlicher Ideale aus.

Seine Anfänge entstanden 1916 in Zürich, im "Cabaret Voltaire". Abgeleitet wurde der Begriff Dada aus dem Französischen und bedeutet Steckenpferd.Sie ist eine kulturkritische Kunstrichtung sie stellt sozusagen eine Kunst des Nonsens, eine Antikunst dar,deren Inhalte im Manifest von Tristan Tzara festgehalten werden. 

Die Kunst der Dadaisten experimentiert mit Alltagsdingen und erklärt diese zu Kunstgegenständen. Vom Dada gingen erhebliche Impulse auf die Kunst der Moderne bis hin zur heutigen Zeitgenössischen Kunst aus.

Künstler des Dadaismus sind z.B: Hans Arp, Marcel Duchamp, Max Ernst, Francis Picabia, und Tristan Tzara.

 

KUBISMUS

Kubismus ist eine Stilrichtung in der Kunstgeschichte. Er entstand aus einer Bewegung der Avantgarde in der Malerei ab 1907 in Frankreich. Seine maßgebenden Begründer sind Pablo Picasso und Georges Braque. Weitere Vertreter sind Juan Gris und die Puteaux-Gruppe, im Besonderen Fernand Léger, Marcel Duchamp und Robert Delaunay, auf den der Orphismus zurückgeht. Aus heutiger Sicht stellt der Kubismus die revolutionärste Neuerung in der Kunst des 20. Jahrhunderts dar. Der Kubismus schuf eine neue Denkordnung in der Malerei. Die Bibliographie zum Kubismus ist umfangreicher als zu jeder anderen Stilrichtung in der modernen Kunst. Der Einfluss kubistischer Werke auf die nachfolgenden Stilrichtungen war sehr groß. Zu den bekanntesten Werken des Kubismus gehört das Gemälde Picassos "Les Demoiselles d’Avignon" Das Werk befindet sich derzeit im Besitz des Museum of Modern Art in New York City und konnte 1939 mit Hilfe des Vermächtnisses der Mäzenatin Lillie P. Bliss (1864–1931) erworben werden. Bekannte Bildhauer des Kubismus sind z.B: Alexander Archipenko, Constantin Brâncuși, Jacques Lipchitz und Raymond Duchamp-Villon.

 

TACHISMUS

Tachismus (französisch la tache = Farbfleck) ist eine Richtung der abstrakten Malerei, die in den 40er Jahren in Paris entstand und bis etwa 1960 aktiv war. Der Begriff wurde vom französischen Kunstkritiker Pierre Guéguen geprägt, der die Werke abfällig tachisme (deutsch Fleckwerk) bezeichnete.

Farbflächen und Linien werden vom Künstler spontan und ohne vorher festgelegte Komposition oder Vorzeichnung auf die Leinwand gemalt und ergibt die Möglichkeit, eine ganz persönliche, im Augenblick empfundene Aussage aufzuzeichnen.

In den USA entstand etwa zeitlich parallel im abstrakten Expressionismus mit dem Action Painting eine eng verwandte Malmethode, oft werden beide Bezeichnungen auch synonym verwendet.

Bekannte Vertreter sind Roger Bissière, Pierre Tal-Coat, Karl Fred Dahmen, Karl Otto Götz, Gerhard Hoehme, Georges Mathieu, Ludwig Merwart, Emil Schumacher und Wols.

 

JUGENDSTIL

Typisch für den Jugendstil sind stilisierte florale und geometrische Ornamente, wie man sie in der Malerei vollendet bei A. Beardsley findet. Auch Künstlerpersönlichkeiten, die sich nicht in einen engen Stilbegriff zwängen lassen, wie E. Munch mit seinen umhüllenden Umrisslinien und H. Toulouse-Lautrec mit seinen Plakaten, sind in diesem Zusammenhang zu nennen. Einer der bekanntesten Vertreter des Wiener Jugendstils, auch Wiener Secession genannt, ist jedoch sicherlich der Maler Gustav Klimt. 1907–1908 entstand Klimts berühmtestes Gemälde, Der Kuss. Es wurde in der Kunstschau Wien 1908 gezeigt und vom k.k. Ministerium für Kultus und Unterricht sofort angekauft.

Die Idee des Jugendstils wurde aber auch in der Glaskunst aufgegriffen und die Architekten O. Wagner, J. Hoffmann und J. Olbrich entwickelten einen schlichten Baustil, der die folgenden nüchternen Architekturauffassungen vorwegnahm. Das Brüsseler Musée Horta zeigt das Haus des Jugendstilarchitekten Victor Horta. Architektur und Innenausstattung sind dem Besucher großenteils frei zugänglich und bilden eine stilistische Einheit.

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